Rundum gesund2017-11-06T14:13:53+00:00

Das gemeinsame Präventionsprojekt an Schulen für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse

Knappschaft - Für meine Gesundheit!
ÄGGF - Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V.
Rund um Gesund

Rundum gesund

Um für die eigene Gesundheit Sorge zu tragen, gibt es viele Unterstützungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die Vorsorgeuntersuchungen. So gibt es zum Beispiel für alle Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren eine Jugendvorsorgeuntersuchung, die J1. Die Kosten für diesen Check der körperlichen und seelischen Gesundheit inklusive Impfkontrolle werden von den Krankenkassen übernommen.
Leider nutzen nur knapp 35 Prozent der Jungen und Mädchen dieses wichtige Angebot zur Gesundheitsvorsorge. Dadurch werden viele Probleme oder Krankheiten nicht rechtzeitig erkannt. Die J2 zwischen 16 und 17 Jahren bietet noch einmal die Möglichkeit eines „Check-Up“, allerdings wird diese Vorsorge nicht von allen Kranklenkassen erstattet. Die KNAPPSCHAFT übernimmt die Kosten der J2.

Die Ärztinnen und Ärzte der ÄGGF sprechen über den Ablauf der Untersuchungen, bauen dadurch Ängste ab und motivieren zur Teilnahme.

 „Was passiert bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt? Wann muss ich dort hin? Werde ich da untersucht? Tut das weh? Muss da immer meine Mutter mit? Was muss ich mitnehmen? Kann ich da auch nur hingehen, wenn ich was wissen will? Wie ist es mit der Schweigepflicht?“ Viele der Mädchen haben Fragen rund um dieses Thema. Auch Jungen haben in Bezug auf den Arztbesuch ganz ähnliche Fragen. Dass es für sie die Möglichkeit gibt, sich bei einem Urologen/einer Urologin Rat und Hilfe zu holen, wissen die Wenigsten.

Über die Ärztin/den Arzt der ÄGGF erfahren sie von diesen Angeboten. Mit ihnen können sie offen über ihre Sorgen und Unsicherheiten sprechen. Die Hemmschwelle, eine Praxis aufzusuchen, kann dadurch merklich gesenkt werden.

Wie und wovor kann ich mich schützen?

Das Wissen zu Infektionskrankheiten und der Schutz vor diesen ist im Allgemeinen sehr gering. Zu den effektivsten Präventionsmaßnahmen hierfür zählen Impfungen. Dennoch gibt es in Deutschland in diesem Bereich noch immer große Impflücken. Jugendliche sind an diesem Thema hoch interessiert, gerade wenn Impfungen im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit oder sexuell übertragbaren Infektionen (STI) besprochen werden.
STI sind überhaupt ein wichtiges Thema. Besonders in den höheren Klassen wird deshalb über die häufigsten Krankheitserreger und ihre Übertragungswege informiert und über geeignete Schutzmaßnahmen aufgeklärt.

„Was kann ich tun, wenn ich fürchte, dass ich mich mit einer STI angesteckt habe?“

Die Ärztinnen und Ärzte der ÄGGF gehen sensibel und gut verständlich auf dieses mit Tabu besetzte Thema ein, geben Tipps und bauen im Gespräch Befürchtungen, Vorurteile und Unsicherheiten ab.

Schützen
Hygiene

Hygiene

Natürlich: Hygiene sollte selbstverständlich sein. Aber gerade während der Zeit des Erwachsenwerdens nehmen es viele Jugendliche trotz vermehrter Talg- und Schweißbildung und intensiverem Körpergeruch damit nicht so genau. Dabei ist gerade die Hautpflege oder auch die Intimhygiene so wichtig.

Mit den Ärztinnen und Ärzten können die Jugendlichen über das Für und Wider der Intimrasur genau so offen sprechen wie über die Behandlung von Pickeln.

Sport

Zu einer gesunden Lebensweise gehört auch eine positive Einstellung gegenüber Sport und sportlichen Aktivitäten. Besonders in Zeiten von Computer und Handy sind die Jugendlichen oftmals träge geworden. Oder das Gegenteil ist der Fall und extremer Leistungssport oder übertriebenes Bodybuilding gefährden ihre Gesundheit.

Ein gesundes Maß ist hier die wichtige Botschaft, die durch Fallbeispiele näher an die Lebenswelt der Jugendlichen rückt.
Sport
Riskantes Verhalten

Riskantes Verhalten

Pubertät und Adoleszenz bedeutet, dass man sich ausprobiert, Grenzen überschreitet, Gefahren nicht einschätzen kann oder sie sogar besonders sucht. Alkohol, Nikotin oder auch illegale Drogen gewinnen an Reiz und werden häufig ausprobiert.

Gerade in diesem Bereich sind Fallbeispiele aus dem medizinischen Alltag in den unterschiedlichen Altersgruppen einprägsame Hilfen, um den Jugendlichen die Risiken und möglichen Konsequenzen vor Augen zu führen – und das ohne erhobenen Zeigefinger und Moralisieren.